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Wer liest schon die Bedienungs-Anleitung. Möbel aufbauen ist kinderleicht. Gesagt - fast verzagt. Das Regal steht, eine Schraube ist übrig. Bei den Möbeln von Werkhaus gibt es keine Schrauben. Sie werden gesteckt.
Auf den ersten Blick sehen die Möbel aus, als wären sie aus Pappe. Die Hocker, Regale und Ordnungssysteme von Werkhaus sind jedoch aus gepresstem Holz. Durch die Pressung haben die Holzplatten bei gleicher Dicke eine höhere Stabilität als massives Holz. "Ich habe mich selbst gewundert, wie viele Umzüge unsere Möbel unbeschadet überstehen", sagt Eva Danneberg, Geschäftsführerin von Werkhaus.
Die Möbel lassen sich schnell auf- und wieder abbauen. Seit 1992 stellt das Unternehmen auch Verkaufsregale zum Stecken für Händler und Messe-Aussteller her. Was Geschäftsleuten das Leben einfacher macht, funktioniert auch privat. "Heute hat kaum noch jemand eine massive Schrankwand im Wohnzimmer stehen. Der Trend geht zu leichten Möbeln, die alles mitmachen und ausbaufähig sind", sagt die Werkhaus-Mitgründerin.
Auf ein durchdachtes Konzept legt der Familien-Betrieb viel Wert. Der Rohstoff für die Möbel stammt größtenteils aus Restholz, das etwa aus Paletten recycelt wurde oder bei der Durchforstung übrigbleibt. 15 Prozent ihrer Mitarbeiter sind Menschen mit Behinderung. Produziert wird in Bad Bodenteich in der Lüneburger Heide. Für Modernität und Formschönheit wurden ein paar Werke mit Design-Preisen ausgezeichnet.
Foto: Sabine Vielmo